← Zurück zum Blog

Allergien und Unverträglichkeiten betreffen in Deutschland Millionen von Menschen. Als Veranstalter trägst du eine besondere Verantwortung: Deine Gäste müssen sich darauf verlassen können, dass sie sicher essen können. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Allergene professionell managst – von der Planung bis zum Buffet.

Die 14 Hauptallergene: Was du kennen musst

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) definiert 14 Hauptallergene, die bei der Abgabe von Lebensmitteln deklariert werden müssen. Das gilt auch für Events, Caterings und Buffets – nicht nur für Restaurants.

AllergenHäufig enthalten in
Glutenhaltiges GetreideWeizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Brot, Pasta, Kuchen
KrebstiereGarnelen, Krabben, Hummer, Langusten
EierMayonnaise, Kuchen, Pasta, Panaden, Saucen
FischFischsaucen, Worcestersauce, Caesar-Dressing
ErdnüsseSaucen, Dressings, asiatische Gerichte, Desserts
SojaTofu, Sojasauce, Lecithin (in vielen Fertigprodukten)
Milch / LaktoseButter, Sahne, Käse, Schokolade, Brot
SchalenfrüchteMandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashews, Pistazien
SellerieSuppen, Eintöpfe, Gewürzmischungen, Brühen
SenfDressings, Marinaden, Wurstwaren
SesamBrötchen, Hummus, asiatische Küche
Schwefeldioxid / SulfiteWein, Trockenfrüchte, Senf, Essig
LupinenGlutenfreie Backwaren, vegane Produkte
WeichtiereMuscheln, Austern, Tintenfisch, Schnecken

Rechtliche Pflichten als Veranstalter

Seit 2014 schreibt die LMIV vor, dass alle 14 Hauptallergene bei der Abgabe von nicht vorverpackten Lebensmitteln deklariert werden müssen. Das betrifft auch private Caterings und Events. Die Information muss dem Gast zugänglich sein – entweder schriftlich an jedem Gericht oder mündlich durch geschultes Personal, wobei dann ein schriftlicher Verweis vorhanden sein muss.

Ein Verstoß kann nicht nur rechtliche Konsequenzen haben, sondern im schlimmsten Fall zu schweren gesundheitlichen Schäden bei Gästen führen. Allergische Reaktionen können lebensbedrohlich sein – das Thema sollte daher mit größter Sorgfalt behandelt werden.

Vor dem Event: Planung und Kommunikation

1. Gäste frühzeitig befragen

Frage bei der Einladung gezielt nach Allergien und Unverträglichkeiten. Am besten mit einem einfachen Formular: "Bitte teile uns bis zum [Datum] mit, ob du Allergien oder Unverträglichkeiten hast, damit wir entsprechend planen können." Sammle die Informationen an einer zentralen Stelle und leite sie an den Caterer weiter.

2. Mit dem Caterer abstimmen

Bespreche die gemeldeten Allergien im Detail mit deinem Caterer oder Koch. Ein professioneller Caterer wird dir für jedes Gericht eine Allergenliste erstellen können. Kläre auch, ob Kreuzkontaminationen in der Küche ausgeschlossen werden können – bei schweren Allergien ist das entscheidend.

3. Menü entsprechend planen

Plane mindestens eine Alternative für die häufigsten Allergien: glutenfrei, laktosefrei und nussfrei. Bei einem Buffet ist es einfacher, mehrere sichere Optionen anzubieten. Bei einem servierten Menü plane individuelle Teller für betroffene Gäste ein. Markiere allergenfreie Gerichte deutlich.

Am Event-Tag: Praktische Umsetzung

Kennzeichnung am Buffet

Platziere bei jedem Gericht eine gut lesbare Karte mit dem Gerichtnamen und den enthaltenen Allergenen. Verwende die offiziellen Symbole oder schreibe die Allergene in Fettdruck. Ein einfaches System: Liste alle 14 Allergene mit Nummern und markiere auf jeder Karte die relevanten Nummern. So bleibt es übersichtlich.

Separates Equipment

Verwende für allergenfreie Gerichte separate Servierbestecke und Löffel. Eine Kreuzkontamination am Buffet – wenn jemand den Löffel vom Nudelsalat in die glutenfreie Quinoa-Bowl steckt – kann für Allergiker gefährlich sein. Beschrifte die Bestecke und platziere allergenfreie Gerichte am Anfang des Buffets.

Personal briefen

Jede Servicekraft sollte wissen, welche Allergene in welchem Gericht enthalten sind. Erstelle ein kompaktes Cheat-Sheet, das das Personal bei sich tragen kann. Bei Rückfragen von Gästen muss das Personal sofort Auskunft geben können – oder wissen, an wen es verweisen soll.

Notfallplan: Wenn doch etwas passiert

Trotz bester Planung kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Bereite dich vor:

Allergene ernst zu nehmen ist kein bürokratischer Aufwand – es ist eine Frage des Respekts und der Sicherheit deiner Gäste.

Checkliste: Allergene-Management auf einen Blick

  1. Allergien bei der Einladung abfragen
  2. Allergenliste an Caterer/Koch weitergeben
  3. Menü mit Alternativen planen
  4. Allergenkarten für jedes Gericht erstellen
  5. Separates Equipment für allergenfreie Gerichte
  6. Personal briefen und Cheat-Sheets verteilen
  7. Notfallplan und Erste-Hilfe-Set bereitstellen
  8. Zutatenlisten dokumentieren und aufbewahren

Die Caterer und Privatköche auf Partyretter sind erfahrene Profis, die mit Allergenen umzugehen wissen. In ihren Profilen findest du oft Hinweise auf spezielle Ernährungsformen, die sie abdecken. Sprich das Thema bei der Anfrage offen an – ein guter Koch wird es zu schätzen wissen.

Professionelles Catering buchen

Finde Caterer, die Allergene-Management ernst nehmen und sicheres Essen für alle Gäste garantieren.

Caterer entdecken →